Wo kommen denn die wilden Füchse her?

Ich habe in den vergangenen Tagen viele emails erhalten, die nach der Bedeutung der ‘Wilden Füchse’ auf einem Rotweinlabel fragen, also nach jenem Pinot Noir von d’Arenberg, dessen Trauben aus den Adelaide Hills stammen und der ‘Feral Fox’ benannt ist. Nun es gibt dazu tatsächlich eine schöne Geschichte:

The Feral Fox Label 2006

In den Bergen um Adelaide starben den vielen wildernden Füchsen in den letzten Jahren die Hasen aus. Und so entwickelten jene einen Appetit auf die Trauben der örtlichen Weinberge. Die Winzer wiederum empfanden deren Hunger als gar nicht so schlimm, denn die ungewohnten Gourmets halfen als natürliche Verkleinerer der Ernte. Die Füchse erreichten lediglich die tiefer gelegenen Reben und erlaubten damit den weiter oben wachsenden Trauben deren Reife; es folgte eine natürliche Verbesserung der jeweiligen Ernte.

Im Laufe der Zeit veränderte sich dann die Verdauung bei den Füchsen selbst und erlaubt heute eine bislang ungeahnte natürliche Düngung der örtlichen Rebstöcke. Keine Frage, neben den biologischen Effekten auf das Wachstum der Trauben ranken sich heute unzählige Legenden um das Verhalten der Füchse in den Adelaide Hills.

Soweit die Geschichte zur Herkunft des Namensgebers des Pinot Noir.
Bleibt die Feststellung meinerseits, dass es einer Winzerfamilie bedarf, die ein solches Thema in die jeweiligen Weinnamen mit aufnimmt. Die Osborns als Weinmacher d’Arenbergs haben diesen Humor, denn ihre diversen Weine tragen Namen, die auf den ersten Blick verrückt erscheinen, dann aber mit etwas Hintergrundwissen sehr viel über den jeweiligen Wein oder gar die Traube selbst verraten. Bald werde ich daher über den ‘toten Arm’ erzählen, einen der meistgesammelten Shiraz Weine Australiens.

P.S.: Der geneigte Leser wird feststellen, dass ich heute ein deutsches Keyboard verwendet habe, denn die ä/ö/ü’s stellten mich dieses Mal vor keine große Probe. Es handelt sich hierbei um das deutsche Notebook meiner Frau!

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