Why not take a Chilean wine instead – soll’s nicht besser ein Chilene sein?
In den vergangenen Wochen habe ich auf meiner Reise durch Deutschland viele Weinhändler besucht, ich habe die grossen Supermarktketten frequentiert und diverse Weinkataloge studiert.
Das Ergebnis meiner Recherche ist die überzeugung, dass Deutschland von ganz wenigen australischen Lieferanten bedient wird und dass das Gros der Weine in deutschen Regalen mit der Weinsituation Down Under nicht viel gemein hat.
Ich habe ja bereits mehrere Artikel zu der Situation in deutschen Supermaerkten geschrieben, die Reaktionen auf posts wie ‘Low Cost – low profile‘ waren teils recht heftig. Mehrere Konsumenten verurteilten meine Sicht auf die australischen ‘Chateau Migraines’ in den Regalen der Supermaerkte als snobistisch – es muss doch auch für wenige Euro gute Weine geben, war deren Kritik.
Dieser Aussage stehe ich keineswegs negativ gegenüber – auch ich habe bei Aldi schon gute Weine erworben, allerdings nicht aus Australien.
Die australischen Weine, die wir Konsumenten im deutschen Einzelhandel präsentiert bekommen, haben leider sehr sehr wenig nur mit dem Angebot zu tun, welches wir in Australien selbst vorfinden. Die Präsentation eines armseligen Chardonnays von Penfolds im Kaufhof als einzigem australischen Weisswein ist ein unrühmliches Beispiel für diesen Mangel an Vielfalt.
Der auf die gehobenere Kundschaft zielende deutsche Einzelhandel ist auch nicht viel besser: Jacques Weindepot in der feinen Kölner Marienburg beispielsweise führt zwei (2!!!) australische Weissweine im Programm, ein Billigprodukt von Penfolds und einen Hardy’s Weissen fuer unter 10 Euro.
Nein meine Aussage ist: so lange wir in den Regalen der Kaufhofs und Jacques Weindepots keine grössere Vielfalt bekommen, so lange dürfen wir uns nicht wundern, dass Weine aus Chile, Argentinien oder Kalifornien einen hoeheren Stellenwert im Geschmacksmuster deutscher Weintrinker bekommen. Schade eigentlich.
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Australian wine in Germany’s retail is hard to find, under represented and losing market share as its image is eroding fast. One Australian white wine in Kaufhof’s department store, two of them in a higher-end retailer Jacques Weindepot don’t represent the breadth of Australian white wine culture, even the consumer wanting to buy Australian wine has trouble doing so. Australian wine in Germany’s retail – this isn’t a success story.
Michael Brecht
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