Archive for September, 2009

Why not take a Chilean wine instead – soll’s nicht besser ein Chilene sein?

In den vergangenen Wochen habe ich auf meiner Reise durch Deutschland viele Weinhändler besucht, ich habe die grossen Supermarktketten frequentiert und diverse Weinkataloge studiert.

Australische Weine im Regal

Australische Weine im Regal

Das Ergebnis meiner Recherche ist die überzeugung, dass Deutschland von ganz wenigen australischen Lieferanten bedient wird und dass das Gros der Weine in deutschen Regalen mit der Weinsituation Down Under nicht viel gemein hat.

Ich habe ja bereits mehrere Artikel zu der Situation in deutschen Supermaerkten geschrieben, die Reaktionen auf posts wie ‘Low Cost – low profile‘ waren teils recht heftig. Mehrere Konsumenten verurteilten meine Sicht auf die australischen ‘Chateau Migraines’ in den Regalen der Supermaerkte als snobistisch – es muss doch auch für wenige Euro gute Weine geben, war deren Kritik.

Dieser Aussage stehe ich keineswegs negativ gegenüber – auch ich habe bei Aldi schon gute Weine erworben, allerdings nicht aus Australien.

Die australischen Weine, die wir Konsumenten im deutschen Einzelhandel präsentiert bekommen, haben leider sehr sehr wenig nur mit dem Angebot zu tun, welches wir in Australien selbst vorfinden. Die Präsentation eines armseligen Chardonnays von Penfolds im Kaufhof als einzigem australischen Weisswein ist ein unrühmliches Beispiel für diesen Mangel an Vielfalt.

Weinhaendler in Koeln Marienburg

Weinhaendler in Koeln Marienburg

Der auf die gehobenere Kundschaft zielende deutsche Einzelhandel ist auch nicht viel besser: Jacques Weindepot in der feinen Kölner Marienburg beispielsweise führt zwei (2!!!) australische Weissweine im Programm, ein Billigprodukt von Penfolds und einen Hardy’s Weissen fuer unter 10 Euro.

Nein meine Aussage ist: so lange wir in den Regalen der Kaufhofs und Jacques Weindepots keine grössere Vielfalt bekommen, so lange dürfen wir uns nicht wundern, dass Weine aus Chile, Argentinien oder Kalifornien einen hoeheren Stellenwert im Geschmacksmuster deutscher Weintrinker bekommen. Schade eigentlich.

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Australian wine in Germany’s retail is hard to find, under represented and losing market share as its image is eroding fast. One Australian white wine in Kaufhof’s department store, two of them in a higher-end retailer Jacques Weindepot don’t represent the breadth of Australian white wine culture, even the consumer wanting to buy Australian wine has trouble doing so. Australian wine in Germany’s retail – this isn’t a success story.

Michael Brecht


Happy 09/09/09 to all newly married couples

This is an important date as we have thousands of couples saying YES to each other today. Downunder Wines wishes them all the best – time to celebrate.

Cheers to al the newly weds

Cheers to al the newly weds

Einen herzlichen Glueckwunsch allen frisch Verheirateten in aller Welt wuenscht Ihr Downunder Wines Team.


Durst ist schlimmer als Heimweh – drinking beer in Bavaria

Meine Reise durch Europa fuehrt mich nach Bayern – hier trinkt man Bier. Auch wenn dieses ein Weinblog ist, so müssen wir die ein oder andere Botschaft aus Kultstätten des Gerstensaftes gelten lassen.

Die nachfolgende Botschaft an einer Wirtshausdecke in München fand ich sehr zutreffend fuer meine Abwesenheit von zu Hause – von daher habe ich mir umgehend eine Mass gegönnt.

Bavarian Beer helps when homesick

Bavarian Beer helps when homesick

Being away from home is terrible: the photo shows a Bavarian answer to this dilemma: they claim that being thirsty is actually worse than being homesick. And we are talking real beer – not the brew Australian giant Foster’s wants us to drink. The beer here in Munich helps forget being homesick.

Michael Brecht


Weinkauf für den guten Zweck – Australian Bushfire Donations in Germany

10 cents for bushfire victims down under

10 cents for bushfire victims down under

Gestern bin ich im oertlichen Supermarkt über eine Aktion des australischen ‘Wein-Export-Riesen’ Yellow Tail gestolpert. Mit seiner globalen Aussage ‘Great wine that everyone can enjoy every day’ hat sich der Massenproduzent weltweit, und insbesondere in den USA zu einem Verkaufsschlager entwickelt.

Und dann fiel mir eben die Aktion mit einer Spende von 10 Euro cent pro gekaufter Flasche auf: die Gelder gehen an die Opfer der verheerenden australischen Buschbrände Anfang 2009 – eine gute Idee, nur:

Leider sind die diversen Weine des Yellow Tail ziemlicher Einheitsbrei – gerade richtig für den amerikanischen Massenmarkt und nicht fuer den Anspruch des gehobenen Weingeschmacks. Chateau Migraine pur! Da spende ich mein Geld lieber selbst und zwar direkt.
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Yellow Tail wines are currently sold in Germany’s supermarkets with a 10 (Euro) cent donation of its price to go to Australian bushfire victims. Nice idea – couldn’t convince me to drink one of these wines though.

Michael Brecht


Kiwis win big time over Australian Whites in Munich’s Kaufhof – ein weisser Australier gegen 14 Neuseeländische Weine im Regal

There is nothing more exciting in Australia when we look into the competition with our friends from across the Tasman: the Kiwis. We lost the Rugby League World Cup, they beat us in the Bledisloe Cup in Union only a few weeks ago (again), and no other game (maybe apart from our Ashes series against the English) draws that much attention to the sporting mind of an Australian.

Weinregal im Kaufhof

Weinregal im Kaufhof

Looking into the wine section of German retailer Kaufhof in Munich the other day I had to realise, that in the white wine section Australia had another terrible defeat against New Zealand. One mere Australian white (a Penfolds Chardonnay Koonunga Hill) was facing the overwhelming presence of 14 (yes fourteen) Kiwi whites. It was the usual Sauvignon Blanc dominance that made the Kiwis win this time.

Asking the wine manager at Kaufhof I had to learn, that Kiwis actually sell better in the price category of under EURO 10 (about AUD 17) – wake up Germany: there is more to white wine than these highly acidic ones from New Zealand.

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Australien gegen Neuseeland – das ist hier Down Under so wie die leidenschaftlich gepflegten Duelle des FC. St Pauli gegen den HSV im Fussball oder der Düsseldorfer EG gegen die Koelner Haie im Eishockey. Nachbarschaftliche Leidenschaft mit Emotion pur.

Den Kampf im Weinregal des Kaufhofs in München gewinnt ganz klar die kleine Nation der Kiwis, mit 14 weissenneuseeländischen Weinen und lediglich einem mageren Penfolds Koonunga Hill Chardonnay aus Australien ist dieser Wettbewerb klar entschieden. Hier im Segment der Weine fuer das kleine Budget dominieren die Neuseeländer, leider ist die Auswahl auf die Sauvignon Blancs beschränkt, es fehlen die innovativen und so viel interessanteren Pinot Gris , Rieslings oder Viogniers aus Australien. Mainstream nennt man diese Auswahl – da bleibt viel zu tun für das australische Weinmarketing.

Ihr Michael Brecht


Frisches Gras auf der Speisekarte – no chance for this Sav Blanc with the ladies

Ich bin mal wieder in Deutschland unterwegs – meine Reise fuehrt mich dieses Mal in den Süden. Auch hier versuche ich natürlich die wenigen vorhandenen australischen Weine aufzuspüren.

Rosemount wine on wine list

Rosemount wine on wine list

Jener Rosemount Estate wine (der Name wurde auf der Speisekarte leicht abgeaendert) ist in diesem Restaurant immerhin als spezielle Empfehlung aufgeführt.

An meinem Nachbartisch sassen vier Damen fortgeschrittenen Alters, die allesamt das Fischgericht bestellen wollten, welches dem Rosemount voranging. “Mei, mir woll’n aber kein frisches Gras trinka” kam es unisono zu mir herüber.

Die Uebersetzung ‘Aromen Maracuja und Zitronen mit Komplexen von frischem Gras’ wirkte hier eher abschreckend. Ich habe den Sauvignon Blanc dann doch probiert, er wurde zu kalt serviert und die Komplexe entwickelten sich erst, als ich mein Glas zum Fisch beinahe ausgetrunken hatte. So geht’s.

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I am traveling Germany again, this time in the country’s South. In a Restaurant in rural Bavaria, I found this Rosemount Estate Sauvignon Blanc, that had a bit of trouble while being translated in a funny way.

At least the four elderly ladies on the table next to me couldn’t decide on a wine with complexities of fresh grass. Sometimes it is hard for Australian wine with translations misleading its potential wine drinker.

Michael Brecht