Archive for January, 2010
Food & Wine Festival in Melbourne – ein Must für alle Weinfans
Ein kleiner Hinweis für alle Fans des Melbourne Food & Wine Festivals: am kommenden Freitag, den 5. Februar 2010 wird in einer Beilage von ‘The Age’ eine freie Kopie des offiziellen Festivalführers sein.
Hier sind über 250 Events genannt, kommentiert und mit Daten und Zeiten garniert. Ein sehr wichtiger Begleiter für die Vorbereitung des Festivals, das alljährlich viele Tausend Wein- (und Foodfreunde) aus aller Welt anzieht – von daher nicht vergessen.
______________________________________________________________________
Don‘t forget to buy The Age next Friday (5 February) for your free copy of the annual official Festival Guide, for the Melbourne Food & Wine Festival, featuring over 250 events. A must for the informed wine enthusiast downunder.
Michael Brecht
Happy Australia Day Down Under
Der 26. Januar ist alljährlich der Australia Day – in diesem Jahr senden wir unsere Glückwünsche zeitgleich aus dem eisigen Europa und dem hochsommerlichen Down Under.
Für mich ist dieser Australia Day etwas besonderes, schliesslich besitze ich seit wenigen Monaten den australischen Pass – demnach ist der heutige Tag eine echte Herzensangelegenheit.
Während unser australisches Team in Sydney und Adelaide am Strand den warmen Temperaturen trotzt, fahre ich bei frischen -4 Grad Celsius mit dem ICE durch schneebedeckte Landschaften in Deutschlands Süden. Wir legen derzeit für unsere Logistik die Infrastruktur fest, bald werden wir als Downunder Wines mit einem völlig neuen Konzept australische Weine nach Deutschland bringen.
Guten und schlechte Nachrichten kommen zum Wochenstart für Deutsche aus Australien – mit Tommy Haas schied auch der letzte deutsche Tennisspieler frühzeitig in Melbourne aus, dafür hat die Tour Down Under in diesem Jahr (nach 2008) mit Andre Greipel zum 2. Mal ein Rostocker gewonnen.
Allemal Grund genug, ein Glas auf die Sportler zu heben, die bei Temperaturen über 40 Grad ihrem Sport nachgehen. Da ist mir der Schnee in Deutschland dann doch etwas lieber. Cheers.
____________________________________________________________________________
It is Australia Day Down Under and we are celebrating this day in Germany with plenty of snow and temperatures below 0. Time to get the big South Australian Reds out, a real contrast to our team members in Australia, following Australia Day celebrations or the Australian Open in Melbourne.
While the weather reminds us of how far apart the two countries are, I am currently investigating logistics channels for our new concept at downunderwines to bring the best drops from Down Under to Europe. Check out this site for more information in the next days.
Trinken Sie doch einfach Rotwein – der ist günstiger als eine Flasche Wasser
Australische Weintrinker haben jeden Grund zu feiern: die Weinpreise, und das ist ja nicht erst seit kurzem so, werden auch in 2010 auf äusserst niedrigem Niveau verharren. Ganz gemäss dem deutschen Motto “eine Flasche Bier ist günstiger als eine Flasche Wasser” gilt selbiges für die Rotwein- und Weissweinflaschen Down Under.
Der australische Liquorgigant Dan Murphy’s bot kurz vor Neujahr sogenannte ‘Cleanskin’ Flaschen von Chardonnay oder Cabernet Merlot Weinen unter $1.99 oder gerade einmal über EUR 1.00 an, in den USA werden solche Preise als “two buck chuck” bezeichnet.
Die Ursachen für diese Preiserosion liegt bei den Winzern selbst. Steuerliche Anreize, Wein als Lifestyle Gut auf den ‘Hobby’-farmen oder auch die Blauäugigkeit der Industrie selbst haben diese überproduktion in den vergangenen Jahren angeheizt.
“We planted 75,000 hectares in seven years. We were meant to plant that in 25 years,” in Deutsch: wir haben 75.000 Hektar in den letzten sieben Jahren angepflanzt, eine Zahl die für die nächsten 25 Jahre gedacht war”, so Kevin McLintock, deputy chairman von McWilliams.
Trotz extremer Dürre, wilden Bushfeuern und der Problematik um die Wasserrechte haben australische Winzer es geschafft, einen überschuss von 100 Millionen Kisten an Wein (im Dutzend gerechnet) in 2009 zu produzieren. Das ist immerhin genug, um 400 olympische Schwimmbäder zu füllen!
Dabei hilft jetzt auch nicht, dass der australische Dollar aufgrund der Stärke der Wirtschaft Australiens gegenüber US Dollar, Pfund und Euro boomt. Exportorientierte Marken wie Penfolds, Henschke, D’Arenberg oder Mc Williams leiden unter diesem Wechselkurs, auch wenn D’Arenberg sich beispielsweise dagegen schützt und mehr als 80% seiner Exporte in Australischen Dollar abrechnet.
Wohin wird das führen? Wir werden das in den nächsten Wochen weiter analysieren, klar ist jedoch: australische Weine, die in den vergangenen Jahren so beachtlich an Qualität gewonnen haben, werden in den nächsten Jahren weiterhin zu guten Preisen erwerbbar sein.
Fragt sich nur, wie man an diese ‘Schnäppchen’ kommt.
________________________________________________________________________________
Australian Winemakers have managed to produce an excess capacity comparable to 400 olympic swimming pools last year – 100 million cases of wine still waiting to be sold. 2010 will continue to be a tough year for the producers allowing wine drinkers in Australia to celebrate and continue to drink excellent drops at bargain prices.
Michael Brecht
Mein Favorit unter den australischen Bottle Shops – the Berry Bottle Shop on NSW’s South Coast
Es fällt angesichts des vielen Schnees in Deutschland ein wenig schwer, an den Sommer in Australien zu denken.
Dieser Post ist daher auch mehr an diejenigen unter unseren Lesern gerichtet, die derzeit durch Australien reisen.
Die derzeitigen Rekordtemperaturen in Viktoria, die Buschbrände im Südwesten und diverse überflutungen im Norden Down Unders zeugen ja von der klimatischen Vielfalt des Landes. Und während die meisten Touristen in diesem Jahr zu Silvester in Sydney und Umgebung froren und kräftig nass wurden, so wechselten die Temperaturen in den meisten Teilen des Landes inzwischen wieder auf über 30, ja vielerorts 40 Grad.
Mein Post heute handelt von der riesigen Vielfalt an australischen Weinen in einem meiner Favoriten unter den Bottle Shops, jener an der Südküste von NSW: im malerischen Städtchen Berry befindet sich der Berry Bottle Shop von Justin Lill. Von aussen eher klein und durchaus nicht einfach zu finden, so ist er innen ausgesprochen gut sortiert und dank eines emsigen Justin immer mit Neuigkeiten gespickt.
Sollte Ihr Weg Sie von Sydney in den Süden des Landes führen, so machen Sie unbedingt einen Stop im kleinen Berry und schauen Sie im Berry Bottle Shop vorbei.
Lassen Sie sich auf alle Fälle im hinteren, verborgenen Teil seines Ladens die ‘aged wines’ zeigen – von den Penfolds Grange Weinen aus mehreren Jahrzehnten über Henschke und D’Arenberg, hier finden Sie Raritäten aus vergangenen Jahrzehnten.
_______________________________________________________
Justin Lill’s Berry Bottle Shop is probably one of the smallest though best sorted bottle shops in Australia.
You’ll find real treasures here – drop in on your way from Sydney down the South Coast. Especially the aged wine selection is not to be missed.
Michael Brecht
Und wie bewahren Sie Ihren Wein zu Hause auf? Wine storage @home downunder
Diese Schublade ist der Aufenthaltsort der Weine von Peter Mawson aus Canberra – sie beinhaltet einige ‘Schätze’ wie z.B. einen Yerring Station Pinot Noir aus dem Yarra Valley und einen Angulong Cabernet Sauvignon.
Die Tropfen aus den Häusern Elderton und Paringa oder der noch verpackte Arras Sparkling sind allesamt bereits auf Downunder Wines beurteilt worden, allein die Lagerung in einem Schrank erschreckt.
“No worries” beschwichtigt mich Peter aus der Hauptstadt Australiens, lange werden die Flaschen nicht hier aufbewahrt, für zügigen Genuss seie gesorgt.
Senden auch Sie uns ein Photo und wenn gewünscht ein paar Zeilen zu Ihrem ‘Weinkeller’.
Sie sehen ja selbst, es muss nicht immer ein altes, ganzes Kellergewölbe sein.
___________________________________________________________________________
Our series on ‘How to Store your Wine’ made our subscriber Peter from Canberra send us this photo, thanks Peter for that.
As you can see, his bottles reflect to a certain degree the tasting reports on downunderwines – we are very happy to see our readers drink what we have been recommending on the blog.
Michael Brecht
Passion Pop – the favourite sparkle of Australia’s Youth
Ich habe lange überlegt, ob ich Ihnen diesen Post überhaupt zumuten kann: es geht um den Vergleich französischen Champagners mit dem derzeitigen Favoriten der australischen Jugend: dem Passion Pop.
Und dann habe ich mir gesagt, warum eigentlich nicht – sollen Sie doch selbst entscheiden, und Sie wollten ja auch immer mal eine Geschichte über so richtig schrecklichen Traubensaft aus Australien lesen.
Ich werde Sie allerdings verschonen vor den Fotos, die dokumentieren, wie ich diesen PP probiert habe. Selten haben ich so mein Gesicht verzogen, meine Geschmacksknospen sind noch immer nachhaltig beschädigt.
Passion Pop, das steht für süsslichen, nach Pfirsich schmeckenden Fusel für stramme 3 Euro aus australischen Supermärkten. Bei diesem Preis ist für die jugendlichen Bubblytrinker auch noch die Panadol für den Morgen danach drin. Und davon brauchen Sie jede Menge, denn: diesen Fusel verträgt niemand – Migraine garantiert.
Passion Pop, so suggeriert zumindest dessen Webauftritt, ist ein ‘Party Starter’ – nun das war auch in unserem Fall so, allerdings haben wir nach vollzogenem Test die Party mit anderen Getränken fortgesetzt, zur Mundspülung haben wir auf bewährte französische und australische Bubblies gesetzt. Und eine Kopfschmerztablette brauchte ich am darauffolgenden Tag somit auch nicht.
__________________________________________________________________________
Australian Passion Pop is the drink for young Australians – so I tried it with a few young friends the other night.
And I was brave: this overly sweet, peachy and artificial drink is probably the worst thing I have ever tasted.
Promoting itself as a party starter – this stuff finished my party before it even started, however it made me realise, that we have to educate our children and warn them of the serious consequences these overly sweet wines or even alco-pops have. Not realising the alcohol and killing your taste buds at the same time, a very bad combination.
Luckily we had some different sparklings left – so I could change the drink on the night.
Michael Brecht
Over the Shoulder – Helene’s favourite Pinot Noir from the Yarra Valley in Australia
Vor einigen Monaten hatten Freunde zu einer Nachahmung des legendären ‘Duck & Pinot walk’ des australischen Kochlegende Chong Liews aufgerufen. Inhalt dieser tagesfüllenden Aktivität war, die besten Entengerichte in Adelaides China Town in Kombination mit australischem Pinot Noir zu probieren. Ganz nach australischer BYO Kultur hatte jeder mindestens eine Flasche seiner Wahl mitzubringen.
Wie man sich denken kann, kam da recht was zusammen. Dennoch waren wir uns alle einig, dass eine Kombination absolut gewonnen hatte: Bei ‘Over the Shoulder’ aus dem Yarra Valley mit Peking Duck Pancakes schlugen einfach die Funken.
Woche für Woche habe ich im Anschluss versucht, bei meinen Freitagseinkauf auf dem Adelaider Central Market mehr von diesem wunderbaren Wein zu finden. Vergeblich – Immer ausverkauft! Nun hatte ich endlich Glück und habe mich auch gleich entsprechend eingedeckt.
_______________________________________________________________________
A few months ago, I got to know a great Pinot Noir at an informal “Pinot & Duck” tasting at China town in Adelaide: ‘Over the Shoulder’ from the Yarra Valley!
Since then, I have been desperately looking for it all over Adelaide. Finally, I had luck at the Central Market bottle shop, where it is usually sold out week after week. No surprise!
Helene Luckner from Adelaide
Happy 2010 – auf ein gesundes und erfolgreiches Neues Jahr mit vielen herrlichen Weinen aus Australien
Downunder Wines wünscht Ihnen ein gesundes und erfolgreiches 2010 – mögen all Ihre Hoffnungen und Wünsche erfüllt werden und wir alle diese Kreditkrise nachhaltig hinter uns bringen.
Die entscheidende Frage an einem solchen Jahreswechsel aus unserer Sicht ist: was haben Sie an Silvester getrunken? Ein Glas Champagner, einen Australian Sparkling oder einen Roten passend zu den kalten Temperaturen draussen?
Für uns war (vorerst) letztmalig der New Years Eve in Australien angesagt, unser Umzug nach Deutschland steht bald an. Zu Silvester gab es einen Arras Sparkling, also einen Tasmanischer Bubbly. Jener ist zu 60% Chardonnay und 40% Pinot Noir Tropfen, der uns seit Jahren hier Down Under begleitet, die Trauben stammen von fünf verschiedenen Hängen in Tassie. Ein Sparkling, der sich in den letzten Jahren enorm entwickelt hat und in seiner Entwicklung immer besser wurde. Ich selbst bezeichnete den Arras als den ‘Dom Perignon aus Tasmanien’ in einem früheren Testbericht.
Der derzeitige Jahrgang ist allerdings der letzte seiner Zunft, der Star-Winzer Ed Carr wird in wenigen Wochen den 2003 House of Arras Grand Vintage vorstellen.
Ein Tropfen, der gerüchteweise den französischen Champagners schwerste Konkurrenz machen wird. Wir sind gespannt und freuen uns auf den neuen Jahrgang.
Ihr Michael Brecht
_____________________________________________________________________________
We wish all of our subscribers (and all other readers) a happy and prosperous New Year – 2010 will be an exciting one, for sure. Sadly, we will leave Australia for a few years, going back to Europe and starting a wine distribution business there is our choice.
With that many friends in the wine businesses and wine trade downunder, our blog will stay alive and continue to bring you the best about wines from Australia in the years to come.
There is so much more to explore and write about. All the best!












