Archive for September, 2010
Oktoberfest in Sydney – eine globale Marke made in Munich
Das Oktoberfest, das ist ja ebenso wie Louis Vuitton, Armani oder Mercedes inzwischen eine globale Marke.
Seit wir nunmehr seit wenigen Monaten in Bayern wohnen, wird mir erst bewußt, welche unglaubliche Rolle dieses Fest im täglichen Allerlei des Münchners spielt. Nicht der feine Nadelstreif, nein die Lederhos’n und das fesche Dirndl sind Alltagsklamotte in den beiden letzten Septemberwochen in der bayerischen Hauptstadt.
Den italienischen Freunden ist gar ein ganzes Wochenende gewidmet, getreu dem Motto: am zweiten Wies’nwochenende ist Italien leer und der Italiener in München voll.
Abends geben einem die Züge der Deutschen Bahn nach vollbrachtem Job eine erste Kost- und Riechprobe auf das Grauen, was sich später dann am Ende der Wies’n in der Nacht so in und um München herum abspielt, doch keine weiteren Details hierzu.
Da kramte ich aus meiner Fotokiste dieses Image des Bavarian Beer Cafés in Sydney hervor: auch dort wird Oktoberfest gefeiert, keine Frage. Hier herrscht noch die Ruhe vor dem (Besucher-)sturm – statt Lederhosen tragen jene allerdings ‘Shorts and Thongs’. Oktoberfest the Aussie way, Bavaria meets Down Under.
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Munich these days is completely occupated by THE event that celebrates for the 200th time this year: the Oktoberfest.
Happening in the last two weeks in September, this global brand of united Bavarian beer drinking finds itself copied around the world. And as I learned this year: the Champagne and wine tents on the Wies’n in downtown Munich really do exist – not only beer but other types of alcohol are served in these two weeks, though the image of a Mass of Bier (Australians still call them Steins) dominate the photos from Munich.
I am looking forward to bringing you more news on Australian wine instead of beer news – and there is hope as the Oktoberfest season ends in a few days.
Michael Brecht
Mit dabei bei den UCI Rad Straßen-weltmeisterschaften in Geelong
In Melbourne finden ab der kommenden Woche berühmte Radrennen statt – die Australier sind stolz, die Weltmeisterschaften im Straßen-Radfahren ausrüsten zu dürfen. Wer jemals auf einem der australischen Freeways einen oder gleich mehrere Rennradfahrer überholt hat, der weiß, welchen Stellenwert Radfahren Down Under geniesst. Man stelle sich das einmal in Deutschland vor: Radfahrer auf der Autobahn – das wäre sofort einen Verkehrshinweis wert. Die Australier nehmen das lockerer, nun gut:
Mehr als 400 Radfahrer aus aller Welt werden rund um Melbourne in Zeit- und Straßenrennen um die Medaillen kämpfen. Viele der Zieleinkünfte werden in Geelong, dem westlich gelegenenen ‘Vorort’ Melbournes, sein, und dort beginnt ja auch eine meiner absoluten Lieblingsgegenden, wenn es um Pinots geht – Down Under.
Einer der Sponsoren für diese UCI Straßen-Weltmeisterschaften ist Scotchmans Hill Winery, deren Weine wir in den letzten Jahren häufig verkosten durften.
So werden sich wenigstens die Betreuer und Fans der Radfahrer von Zeit zu Zeit an den köstlichen Weinen der Geelong Region in Victoria erfreuen können. Wir wünschen viel Spaß dabei.
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The UCI Road World Championships are second only to the legendary Tour de France in terms of importance and prestige in international cycling and it will bring the best riders in the world to Australia. The popularity of the Tour de France in Australia and the excitement created by it will flow on to create unprecedented interest in the World Championships.
Over 400 of the world’s best cyclists will descend on Melbourne to compete in Time Trial and Road Race events based in Geelong. In addition to the challenging courses set in Geelong for these competitors, for the first time in a World Championship, the Elite Men’s Road Race will begin in one city and finish in another with the start of the race in Melbourne, finishing with laps of the tough circuit in Geelong.
The World Championships have a rich history and have been won by famous cyclists such as Lance Armstrong, Eddie Merckx, Greg Lemond, Mario Cipollini as well as Australia’s Michael Rogers and current World Champion Cadel Evans. In 2010 a strong contingent of Australian riders will press for victory on home soil.
For more information including course map click here.
Michael Brecht
From Helene: Cool Climate Tempranillo aus den Adelaide Hills in South Australia
Heute erreicht uns ein kurzer Bericht von unserer Weinexpertin Helene aus Adelaide. Sie berichtet uns von einem wärmenden Rotwein aus den nahen Adelaide Hills – passend zum derzeitigen kühlen Wetter in South Australia:
“South Australia hat den kältesten Winter seit Jahren beinahe hinter sich. Mal wieder stelle ich erstaunt fest, dass ich selten so viel in meinem Leben gefroren habe, wie in Australien, was wohl eher an den wenig isolierten Häusern liegt, als an den “milden” Temperaturen im Vergleich zum Winter in Europa.
Aber am Ende zählt nun mal die gefühlte Kälte. Um dieser zu entgegen, setzt man in Adelaide häufig auf einen kräftigen Shiraz aus dem Barossa Valley, von dem hier ja ausreichend vorhanden ist. Aber da das auf die Dauer etwas einfältig wird, gibt es glücklicherweise auch eine beachtliche Auswahl an guten Alternativen.
Gestern abend zum Beispiel haben wir den 2008 Tempranillo von Nepenthe aus den Adelaide Hills ausprobiert und fanden ihn ziemlich gut. Er hat eine schöne Länge und ist recht aromatisch, aber verträglich im Alkoholgehalt (13.5%), was man nicht von allen kräftigen Rotweinen aus South Australia behaupten kann. Bis jetzt kannte ich Tempranillo eher aus dem McLaren Vale, aber Nepenthe ist schon seit 1998 Pionier des Tempranillos in den Adelaide Hills, was ein Blick auf die Webseite verrät.”
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We have received this report from Helene, our wine expert from Adelaide. She tells us about her experience with a 2008 Tempranillo from Nepenthe – cool climate Tempranillo for cold evenings in South Australia.
She likes the smooth length and its pretty restrained alcohol level of 13.5% – compared to the heavyweights from the Barossa this Tempranillo is short on alcohol still providing the full flavors and length.
Thank you Helene and fingers crossed: spring is around the corner for you guys Down Under.
Michael Brecht
Pete geniesst einen Galafrey unoaked Chardonnay aus Western Australia
Heute bringen wir Ihnen einen Bericht über unseren Bekannten Pete aus den Southern Highlands. Er bereist derzeit Europa und testete bei uns einen Galafrey Weisswein, einen Mount Barker Unoaked Chardonnay 2009. Dieser Wein hat bei Halliday gerade 90 Punkte erhalten, für einen ‘unoaked’ ist das geradezu ein sensationelles Ergebnis.
Der Wein ist ein atypischer Chardonnay für Western Australia, denn er ist zurückhaltend und ohne das sonst so überbetonte Geschmacksmuster der Chardonnays. Der unoaked von Galafrey zeigt sehr schöne Aromen von Grapefruit und hat eine schöne Länge. Mit 13% ist er sehr angenehm alkoholisiert.
“Wie schön ist es einen solchen Wein an einem herrlichen Spätsommerabend in Bayern zu trinken,” so Pete an diesem Abend. Leider zieht es ihn schon Morgen nach Italien – in Rom wird er ein Motorrad mieten und bis nach ganz unten in Sizilien fahren. Too easy mate.
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Today’s post comes from Peter, who is currently traveling Europe. We took this photo ourselves and publish it in our series my drink today on Downunder Wines. “This Galafrey Chardonnay is particularly pleasant on a gorgeous September evening, sitting here in Bavaria in the late evening sun,” he says.
364 Riesling Weine in Australien kämpfen in der “International Riesling Challenge” in Canberra
In Canberra findet in diesen Tagen zum bereits elften Mal die ‘Canberra International Riesling Challenge CIRC’ statt. Man feiert einen neuen Teilnehmerrekord mit 364 Teilnehmern, das sind immerhin 12 Teilnehmer mehr, als noch im vergangenen Jahr.
Diese Rekordanzahl zeigt, welch wachsenden Stellenwert Riesling in Australien geniesst, so Ken Helm, Chef der Veranstaltung und selbst ein Spitzenwinzer aus der Region Canberra selbst. Die Teilnehmer kommen neben Australien aus Deutschland, Tschechien, Südafrika, Chile und den USA.
Der Startschuss für die Veranstaltung fällt am 16. September, einen Monat lang gibt es diverse Aktivitäten rund um das Thema Riesling und die Preise werden dann Mitte Oktober in einem festlichen Gala Dinner in der Hauptstadt vergeben.
Ein guter Event, um die Rebsorte Riesling Down Under weiter zu vermarkten, mal schauen, wer die Trophies in den sieben unterschiedlichen Kategorien gewinnt.
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The Canberra International Riesling Challenge (CIRC) has attracted a record number of Australian entries for 2010. Ken Helm AM, Chair of CIRC, said he is delighted with the 364 Australian entries received this year, up from 352 in 2009. “The record number of Australian entries for this year’s Challenge demonstrates the increased popularity that Riesling is enjoying in Australia,” Mr Helm said.
The introduction of two new trophies, the Best Dry Riesling in the World and the Best Sweet Riesling in the World, acknowledges the increasing versatility of Riesling – with seven different styles now being produced. With the judging being conducted on a regional basis, this allows the individual characteristics of each region’s wine to be highlighted – a feature unique to the Canberra International Riesling Challenge .
Michael Brecht
Gibt es ein Regionalitätsprinzip in Australien?
Ich werde immer wieder gefragt, ob es in Australien ein Regionalitätsprinzip gibt, ähnlich dem deutschen oder französischen Modell. Der Riesling gilt ja als gesamtdeutsche Traube. Aber bei der Frage nach Rivaner, da denkt der geneigte Weintrinker recht bald an das Frankenland, bei deutschem Burgunder an Baden usw. Noch prägnanter ist das Thema in Frankreich besetzt, denn bei einem Burgunder aus der Bourgogne ist ja sogar der Name Programm.
Nun, wenn man diese Rebsorten-zu-Weinregion Zuordnung auf Australien überträgt, so gibt es tatsächlich gewisse Zusammenhänge. Diese neue Serie auf Downunder Wines soll Einblick geben in diese Korrelationen – auch wenn eine solche Betrachtung natürlich immer subjektiv ist.
Machen wir also den Anfang mit meiner Lieblingsrebsorte, der Pinot Traube. Pinot Weine, oder in Europa auch Burgunder genannt, werden in Australien in der Regel in Gebieten angebaut, welche zu den ‚cool climate’ Gegenden zählen. Warme und sehr sonnige Sommertage gepaart mit kühlen Nächten sind einfach ideales Klima für diese Königin unter den Trauben (ok, ich gebe zu, auch diese Behauptung ist jetzt schon wieder subjektiv!).
Wenn jetzt die Bodenverhältnisse noch zu den Reben passen, dann finden wir den Ursprung für Burgunder Rebsorten, ob Noir, Gris, Grigio oder gar Meunier. Wobei selbst innerhalb einer Region diese Böden stark unterschiedlich sein dürfen, hier spricht man dann wohl von einer Vielfalt des Terroirs.
Die Mornington Peninsula ist so ein Beispiel für exzellente Klima- und Bodenbeschaffenheit für den Anbau von Pinots. Extrem sandig rund um das kleine Städtchen Red Hill herum finden die Winzer keine 10km entfernt schon eher vulkanische Böden vor. Und schon ist die Basis für Pinotvielfalt vorhanden. Fragen sie mal die Herren Richard McIntyre von Moorooduc oder Sandro Mosele von Kooyong und Port Philip Estate.
Meine Favoriten an Pinot Gegenden in Down Under: die oben genannte Mornington Peninsula, gerade wegen der beschriebenen Vielfalt, Geelong (westlich von Melbourne gelegen) und das recht bekannte Yarra Valley, alle in Victoria. Letzteres hat jedoch aufgrund steigender Temperaturen ein wenig von seinem ‚cool climate’ Status eingebüßt. Die verheerenden Buschfeuer der letzten Jahre haben zusätzlich die Ernten der Winzer vorsichtig formuliert ‚beeinträchtigt’.
Etwas weiter südlich ist auf Tasmanien das Eldorado der Pinotwinzer: trotz mindestens zweier, wenn nicht gar dreier verschiedener Terroirs (Halliday erwartet in naher Zukunft gar das Entstehen von drei Weinregionen auf der kleinen Insel) oder gerade wegen dieser Unterschiedlichkeit gelten die Pinots der Insel als führend Down Under. Ich teile diese Auffassung nur zum Teil, selbst von den dort vergötterten Winzern wie Pirrie habe ich schon sehr durchschnittliche Pinot (insbesondere Noir) probiert, doch generell gilt, dass Pinots aus Tasmanien echte Aushängeschilder modernster australischer Burgunderqualität sein können.
In South Australia sind meine klaren Favoriten für Pinots die Adelaide Hills, in NSW sind die Southern Highlands und Orange besonders geeignet, tja und die Canberra Region gilt zwar noch als ‚cool climate’, ist es aber in Wahrheit nur noch in Nischen, denn gerade das Klima entlang des ausgetrockneten Lake George erlaubt nur vereinzelt noch hier von kühlem klima zu sprechen. Nichts desto trotz haben auch hier einige Winzer einige tolle Pinots produziert. Es bleibt abzuwarten, wie Climate Change sich auf die dortigen Reben auswirkt. Ein steigender Alkoholgehalt ist zumindest für meinen Geschmack bei Pinots nicht sonderlich förderlich.
Bleibt noch Western Australia: hier ist es schwierig zu sagen, denn die dortigen Pinots sind so viel schwerer als die des Restes des Landes, ich habe allerdings schon gute Pinots von der Mount Barker Region getrunken, gerade weil dort das Seeklima für Abwechslung sorgt.
Soweit zur Regionalität der guten Pinots aus Australien. In wenigen Tagen werde ich von einer weiteren Rebsorte berichten. Bis dahin.
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Is there a correlation between grape and region in Australia, such as the French or Germans have their specific grape to region fit? I think there is and my first example featured my favourite (yes I am very subjective today) grape Pinot as a standout wine from regions that are mostly cool climate.
Mornington Peninsula, Geelong, (in parts) the Yarra Valley, Adelaide Hills, Orange, Southern Highlands, (in parts) the Canberra Region and if you like the Mount Barker region are the best regions for producing outstanding Pinots. For me. Very subjective, that’s true.
Michael Brecht









