Es hat richtig gut getan – vier Wochen Down Under über die Weihnachtsfeiertage, ganz ohne Blogbeiträge, facebook und andere Social Media Tools, ganz einfach Erholung pur ohne Laptop, iPad, iPhone oder ähnliches. Das geht? Und wie! Und so ganz nebenbei hat diese Zeit meinem Cricketspiel gut getan
Und jetzt? Nun, ich habe auf alle Fälle nicht vor, meinen Technologieentzug mit einem ellenlangen Post zu kompensieren. Vielmehr möchte ich von den Trends berichten, die sich in Australien im Weinumfeld aufgetan haben, seit wir Anfang 2010 den Kontinent gen Europa verlassen haben. Was trinkt man heute Down Under, was macht der Handel, welche Winzer sind im Vormarsch, wie geht es den Online Händlern.
Generell kann man feststellen, dass der australische Weinhandel noch viel stärker konsolidiert, als das hier in Deutschland festzustellen ist. Es sind fast ausschließlich die großen Ketten wie Dan Murphy’s oder Liquorland von Coles, die die allgemeine Weinnachfrage bedienen. Zu meiner Überraschung haben auch diverse Aldi Shops in Australien inzwischen Alkohol im Angebot. Wer die strengen Zulassungskriterien Down Under kennt, der weiß, wie lange sich Aldi dort schwer getan hat, Alkohol ins Sortiment mit aufzunehmen.
Und der kleinere Weinhändler in seinem Bottleshop: ist fast komplett ausgestorben, hat seine Liquor License an eine größere Kette verkauft und trinkt seine Restbestände selbst. Somit stehen auch die vielen Winzer, die bislang über lokale Weinhändler verkauften, vor dem Dilemma, dass ein wesentlicher Vertriebsweg weggebrochen ist. Denn die großen Ketten wollen keine lokale Ware anbieten, hier geht nur Masse.
Bleibt noch die Frage nach dem Online Handel in Australien, doch hierzu wird es einen gesonderten Post geben. Zu spannend sind hier die letzten Ereignisse.
In meinem nächsten Post geht es dann um die Weine selbst, was trinkt man in Australien heute. Zugegeben es ist dort gerade Hochsommer, bei 45° C ist die Anzahl verkaufter Henschke’s Hill of Grace Flaschen daher durchaus überschaubar. Doch was sind die Trends, wer sind die Gewinner und wer kämpft ums Überleben. Und was war mein Lieblingswein? Mehr dazu dann beim Nächsten Mal.
Ihr Michael Brecht
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