Shiraz
Weine aus der neuen Welt sind für den Weinkeller nicht geeignet, oder?
Ein weit verbreitetes Gerücht ist, dass Weine aus der neuen Welt nicht dazu geeignet sind, in den Keller gelegt zu werden und erst nach mehreren Jahren oder gar Jahrzehnten wieder hervorgeholt zu werden.
Richtig ist, dass in Australien 9 von 10 Weissweinflaschen innerhalb von 2 Stunden nach Erwerb geöffnet werden und somit für die Lagerung im klimatisierten Keller ausfallen.
Bleiben die Rotweine – und quasi im Selbstversuch öffne ich seit nunmehr 7 Jahren jedes Jahr Anfang Dezember eine Flasche d’Arenberg Dead Arm Shiraz aus dem Jahr 1999. Eine meiner Töchter ist in diesem Jahr geboren und meine ursprüngliche Idee, diese Weine vielleicht einmal zu ihrer Hochzeit zu servieren, habe ich inzwischen längst aufgegeben.
Nicht weil der Wein inzwischen fehlerhaft sei, weit gefehlt, es ist das pure Vergnügen, den mir die jährliche Verkostung dieses Shiraz Rotwein bereitet, die den Flaschenbestand schneller abnehmen lässt, als zunächst geplant.
Der Wein präsentierte sich am gestrigen Abend in bestechender Form. Die Nase opulent, voller dunkler Fruchtnoten, sein Geschmack unwiderstehlich – der Dead Arm ist nach wie vor einer der Top Shiraz aus Down Under und wird von mir mit diesem Jahrgang 1999 jederzeit einem Penfolds Grange oder Henschke Hill of Grace vorgezogen.
___________________________________________________________________
I really enjoyed last nights tasting of a Dead Arm Shiraz from 1999 from McLaren winemaker d’Arenberg, opened in a self-study to evaluate, whether this Australian wine is able to survive in a wine cellar in style.
I have been doing this for seven years and last nights findings were impressive. The wine is better than ever before, its rich nose and fantastic taste were a revalation.
Australian wine aging gracefully in my wine cellar: no worries about that apart from the fact that my stock of 1999 bottles of the Dea Arm is seriously decreasing.
Michael Brecht
Das australische Känguruh zwischen Chile und Württemberg
Das Känguruh irgendwo zwischen Chile und Württemberg: so gesehen bei dem Besuch in einem großen bayerischen Gartencenter!
Die Vermarktung australischer Tropfen erfährt manchmal schon komische Züge hier in Deutschland, denn sowohl die Positionierung zwischen dem Merlot aus Chile und einem Trollinger aus Württemberg, als auch der Anlass: ‘Fang das Känguruh’ mit Hilfe einer Wurfscheibe, lässt mich schmunzeln.
Yellow Tail ist nun nicht gerade meine favorisierte Marke, verkaufen tut sie sich allerdings recht gut, so der Marktleiter auf Anfrage.
____________________________________
Is this a joke, or does marketing of Australian wines in Germany need to rely on the constant reminder of kangaroos and games around them? I found this treasure of wine marketing in a local garden center in Bavaria in Germany. The bottle of Shiraz safely stored between a Merlot from Chile and a Trollinger from Germany’s own wine region Württemberg.
Michael Brecht
Sensationeller Shiraz aus dem Barossa Valley in Australien
Und hier kommt er, unser Downunder Wein des Monats, den wir in diesem Monat für Sie unter vielen Shiraz Weinen ausgesucht haben:
Typischer als der Kalleske Pirathon Barossa Valley Shiraz 2009 kann ein Rotwein aus dem Barossa Valley gar nicht sein – in der Nase nach Cassis, Blaubeere und Pflaume duftend und am Gaumen rund, fleischig und voll im Geschmack mit langem Abgang.
Es ist derzeit einer der besten Shiraz-Weine aus Australien, so urteilen die Experten in Deutschland, England und Frankreich. Michael Brecht von 52weine hat diesen Wein gar in das Programm des erfolgreichsten Shopping Clubs im deutschsprachigen Segment aufgenommen, hier findet der typische australische Rotwein derzeit reißenden Absatz.
‘Down Under at its best’ – so lautet unser Urteil zu diesem Wein. Doch die Anzahl der Flaschen, die in Europa verfügbar sind, ist stark begrenzt, von daher sollten Sie schnell zugreifen, der link zu unserem Vertriebspartner ist hier in diesem Online Weinshop.
Ihr Downunder Wines Team
Drei australische Shiraz Weine – straight – mit Cabernet und mit Grenache kombiniert
Mein jüngster Test brachte mich gestern Abend zu drei Rotweinen aus Downunder, und alle haben etwas mit Shiraz zu tun: einmal straight, einmal mit Cabernet Sauvignon und einmal mit Grenache. Drei Weine, drei Kombinationen, drei Regionen – eine herrliche Testgrundlage, und ich verspreche Ihnen schon an dieser Stelle: alle drei Weine haben ihren ganz typischen eigenen Charakter.
Der Heartland Shiraz aus dem Jahre 2006 stammt von der Limestone Coast, keine 30 Minuten südlich von Adelaide an der Küste gelegen. Er ist kreiert von niemand weniger als Ben Glaetzer. Seine tiefrote, dunkle Farbe, die Nase nach Schokolade, Pfeffer und etwas Tabak und die reifen Pflaumen, Waldbeeren und Gewürze im Gaumen machen diesen Heartland zu einem typischen Australier, einem Shiraz eben. Dieser Wein ist ideal zu Fleisch, insbesondere zu Gegrilltem und kann noch weitere 5 Jahre gelagert werden.
Der Katherine Hills Rotwein, ebenfalls aus 2006, ist ein Shiraz Cabernet aus South Australia – also eine Kombination der vielleicht bekanntesten beiden Rebsorten Australiens. Aus dem McLaren Vale von Beresford Wines als Einstiegswein geschaffen, macht der Rotwein in diesem Test eine gute Figur, wenn ihm auch der wirkliche Tiefgang fehlt. Seine weichen Beerennoten und der Holzton, bedingt durch eine kurze Lagerung in Eichenfässern lässt den Katherine Hills als einen sehr typischen Vertreter Australiens darstehen.
Komplettieren tut dieses Bild der Glaetzer Wallace Shiraz aus dem Barossa Valley, aus dem Jahr 2004 und somit bereits zwei Jahre länger in der Flasche, als die beiden anderen Roten. Dieser Wein stammt direkt aus dem Weingut Ben Glaetzers und wurde von seinem Bruder Robin kreiert, der Name Wallace ist der Mädchenname dessen Frau. Der reife und volle Shiraz dominiert und gibt die Fülle, die dieser Wein zu bieten hat. Vom Grenache stammen die Kirscharomen und die erdigen Grundtöne des Weines. Vierzehn Monate hat dieser Wein in französischen und amerikanischen Eichenfässern verbracht, Glaetzer hat ihm eine feine Eleganz mit auf den Weg gegeben. Er ist ein toller Wein für den heutigen Genuss, doch wer es aushält, der legt diesen Tropfen für ein paar Jahre in den Keller, denn dann wird er optimal für den Abend am Kaminfeuer sein.
Tja, und welchen dieser drei Roten empfinden wir für den heutigen Genuss als den Besten? Das ist schwer zu sagen, denn zu eigen sind die diversen Rebsortenkombinationen.
Wir entscheiden uns letztlich für den Glaetzer Wallace Shiraz Grenache, er ist der ausgewogenste und gleichzeitig interessanteste Vertreter der drei Weine. Es ist dieser typisch australische Geschmack nach Waldbeeren und Schokolade sowie diese wunderbare Länge und bei diesem Wallace halt auch seine zwei Jahre, die der Wein bereits länger in der Flasche verbracht hat. Der Wallace ist die paar Euro Investment pro Flasche wert, für uns ist das keine Frage.
Alle drei Weine aus South Australia sind erhältlich in Europa bei Vivinum, als Einzelflaschen oder in der Mixed Bag.
Bezugsquelle:
Heartland Shiraz, 14,16 € pro Flasche
Glaetzer Wallace Shiraz, 19,90 € pro Flasche
Katherine Hills 2006 Shiraz Cabernet, 8,94 € pro Flasche
Magnum oder Pikkolo – australischer Wein in deutschen Weinregalen
Auf die Größe kommt es an – so die weltweit einheitliche Meinung, wenn es um Weinflaschen geht. Ich selbst liebe beispielsweise Magnum Flaschen. Nicht nur, dass man die Haltbarkeitsdauer eines Weines, zumeist sind es ja Rotweine in den Magnums, beinahe verdoppelt.
Nein, ich finde, dass Magnums auch immer etwas Besonderes haben. Als Gastgeschenk immer willkommen, für Gäste im eigenen Hause eine besondere Aufmerksamkeit – ich habe noch niemals schlechte Erfahrungen mit einer roten Magnumflasche gemacht.
Doch wie ist es mit den kleinen Flaschen gestellt: 0,375l oder gar die 0,25l Flaschen sind international auf dem Vormarsch. Während meine Großmutter früher, als sie noch lebte, des Abends gern den Pikkolo hervorholte, wohl gemerkt, an den besonderen Tagen, so erleben wir heute einen Boom der kleinen Flaschen.
In der Gastronomie schon immer gern gesehen, in Hotels in Minibars und nun auch in den Weinhandlungen für die zunehmend singulären Haushalte: die Kleinen sind fast schon Kult.
Doch was die Qualität der Weine angeht, da bin ich nicht immer überzeugt. Unser Foto zeigt einen Cabernet Sauvignon Shiraz in der praktischen 0,25l Flasche. Das Preisschild habe ich bewusst nicht abgebildet: der Preis in einem deutschen Supermarkt war herabgesetzt von 5 € auf 79 Cent – die 2. Flasche, welche ich probierte, offenbarte dann geschmacklich Entsprechendes…
Dennoch glaube ich an das Wachstum dieser kleinen Flaschen, wir werden von den guten Tropfen in dieser Größenordnung weiter berichten, um Ihnen eine gewisse Guideline für den entsprechenden Genuss zu geben.
__________________________________________________
Does size matter? At least when it comes to wine bottles in any case: Magnums or even larger bottles really catch the eye of the holder. Although we currently experience a renaissance of small wine bottles of 0.375l and 0.25l sizes in Europe. Australian wine in smaller bottles, let us have a closer look in the coming weeks, how this works here in Germany.
Ihr Michael Brecht
Foster’s Bier und Yellow Tail Shiraz – OMG
OMG – das ist für englisch-sprachige Kinder das Synonym für echte Erstauntheit, Erschrecken, ja Panik macht sich bei diesem Ausdruck meist in den Gesichtern breit. OMG – das steht für ‘Oh my God’ – und OMG war auch mein erster Ein- und Ausdruck, als ich bei wirklich guten Freunden diese Kombination unter dem Schreibtisch gelagert fand:
Foster’s Bier, im dunkelblauen Kasten, und das Gelb der Yellow Tail Weine, hier ein Shiraz, den Jahrgang habe ich bewußt vergessen. Ein schönes Beispiel für unsere Serie: ‘how do we store our wine‘. Diese Kombination steht Down Under quasi unter Strafe, das meine ich jetzt, ohne arrogant klingen zu wollen, ehrlich.
Ich kenne wirklich keinen einzigen Aussie, der diese beiden Getränke auf einmal in seinem Hause beherbergt. Von Trinken kann da erst recht keine Rede sein, nun gut: hier in Deutschland ist es halt passiert.
Das Foto durfte ich nur machen mit dem klaren Versprechen, dass ich niemals den Namen dieser Freunde bekanntgeben würde. Versprochen ist versprochen. So be it.
___________________________________________
Well, how should I explain this disaster shot, taken in the kitchen of good friends of ours here in Germany. To tell you the truth: I have never ever in six years in Australia come across the combination of Foster’s beer and Yellowtail Shiraz in a private household Downunder.
I promised not to give out names while taking the shot, here we are, great friends of mine in desperate need of a real Australian drop of alcohol. I gave them a few bottles of South Australian reds, this might stimulate their taste buds, hopefully.
Michael Brecht
Drei Australische Weine bei 52weine.de
Unsere Leidenschaft für australische Weine zieht so langsam ihre Kreise.
Ab Donnerstag den 13. Januar präsentiert der shooting star unter den deutschen Online-Weinanbietern 52weine ein Probierpaket mit drei australischen Spitzenweinen.
Erstmalig haben die Kunden der 52weine die Chance, drei großartige Weine aus Down Under in einem Probierkarton zu erwerben.
Die Weine stammen aus drei sehr unterschiedlichen Gegenden, der Mornington Peninsula mit ihrem kühleren Meeresklima vor den Toren Melbournes, dem Hunter Valley in NSW bis hin zum heißen McLaren Vale in Südaustralien – die ganze Kraft australischer Rebsorten – von Shiraz über Cabernet Merlot bis hin zum feinen Pinot Noir.
Wie heißt es so schön: “ab sofort gibt es dieses Probierpaket aus Australien für wenige Tage exklusiv bei 52weine. Oder sichern Sie sich jeweils in 6er Kartons ihren speziellen Lieblingsaustralier – solange der Vorrat reicht.”
Hier der Link zur Anmeldeseite beim 52weine Weinclub.
_____________________________________________________________________________
The German shooting star in online wine retailing starts this week with the promotion of three Australian Beauties: Red Hill Estate Pinot Noir from Mornington Peninsula, Arrowfield Estate Shiraz from the Hunter and DogRidges Cabernet Merlot from McLaren Vale in South Australia.
Three very different wines, three very different wine regions and still: three excellent ways to promote the richness and power of Australian wine in Europe.
The offer comes in a pack of 6 bottles with 2 bottles of each wine or in straight cartons of 6 bottles of each wine. Brilliant idea and a great way to show the German and Austrian wine community the depths and quality of wines coming from Down Under.
Good on them!
Hunter Valley Weine – Semillon und Shiraz aus der ältesten Weinregion in Australien
Das Hunter Valley ist Australiens älteste Weinregion und zugleich der Spielplatz vieler reicher und schöner Sydneysiders. Das viele Geld, welches die Geschäftsleute an der australischen Börse in Sydney in den vergangenen Jahren verdient haben, wandert verstärkt in Inflations-geschützte Anlagen wie etwa Weinberge oder ganze Weingüter.
Und da liegt dem Sydneysider eben das Hunter Valley am Nächsten. Hier haben große australische Winzer in den vergangenen 150 Jahren wahre Schätze an Weinen hervorgebracht. Jancis Robinson schwärmt vom Hunter Valley Semillon als “Australien’s einzigartigem Geschenk an die Weinwelt.” Der amerikanische Wine Spectator rühmt die Rebsorte als den “größten australischen Wein.”
Tja und somit ist die weisse Semillon Traube wohl die bekannteste Rebsorte aus dem Hunter, in James Halliday‘s Jahresbericht zieren ganze 48 der Top 50 Semillons aus dem Hunter die Tabelle (zwei recht einsame Semillon Weine aus dem Barossa Valley komplettieren dieses Bild).
Im Gegensatz zu den australischen Sauvignon Blancs oder Chardonnays zeichnen sich die Semillons durch eine gute Langlebigkeit aus. Interessant ist, dass weder die klimatischen noch die geologischen Bedingungen im Tal einen erfolgreichen Anbau der Semillons vermuten lassen. So liegt es wohl zuerst an der ausserordentlichen Qualität der lokalen Winzer für die Kreation dieser Weine.
Kein richtiger Geheimtipp mehr ist in Sydney die Kombination der Semillons mit der Sauvignon Blanc Traube. Die sogenannten Sem Sauv Blancs – oder auch SSBs genannt – haben längst die Bars und Lounges entlang des Hafens erobert. Und da der Frühling Down Under vor der Tür steht und die Temperaturen wieder nach oben gehen, da steigt der Absatz dieser SSBs wieder dramatisch an.
Nicht vergessen möchten wir jedoch einen weiteren Trend aus dem Hunter: dank kühlerer Bedingungen (insbesondere Nachts) haben die Shiraz Weine aus dem Osten Australiens und damit auch aus dem Hunter einen neuen, wesentlich filigraneren Touch erhalten.
Die Spitzenwinzer aus dem Hunter Valley haben den Trend zu weniger alkoholisierten Shiraz Weinen erkannt und kreieren herrliche Rotweine aus dieser wohl australischsten aller Trauben. Wohl gemerkt, bei Alkoholwerten um die 14% und nicht jenseits der 15,5%, wie noch vor wenigen Jahren. Shiraz aus dem Hunter Valley – das ist sehr wohl heute ein Geheimtipp.
Unsere Favoriten aus dem Hunter Valley sind Arrowfield Estate, deren Preis- Leistungsverhältnis seines Gleichen sucht, Pepper Tree, Brokenwood, Tahbilk und Pokolbin Estate. Alle diese Weine haben ihren eigenen Charakter und doch haben sie eines gemein: Sydney’s junge und erfolgreiche Businesswelt trinkt diese jungen Weine mit Genuss, die Winebars feiern diese herrlich frischen Weine und das Hunter Valley selbst geniesst es, das am meisten besuchte Weinanbaugebiet Australiens zu sein.
Good on you guys!
Ihr Michael Brecht










