2008
Kate’s wine on her second day: a Sauvignon Blanc from Orange
Unsere australische Bekannte Kate probiert heute einen Sauvignon Blanc aus Orange, jener cool climate Gegend westlich von Sydney, in welcher diese Rebsorte so vorzüglich gedeiht.
Laut Kate genau der richtige Drink nach einem anstrengenden Tag als Tourist in Bayern.
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Our Australian friend had a long day visiting Schloß Neuschwanstein in South Bavaria. She chills out with a Sauvignon Blanc from Belgravia Wines in Orange.
Michael Brecht
Mornington Winzer erfolgreich bei der Chardonnay du Monde 2010
Sechs australische Chardonnays gewinnen Silbermedaillen bei der Chardonnay du Monde 2010 in Frankreich. Die zum 17ten Mal abgehaltene Ausscheidung fand wenigen Tagen im Burgund in Frankreich statt.
Mit 887 Weinen aus 37 Ländern nahm in diesem Jahr eine Rekordanzahl an Chardonnays aus aller Welt teil. Und die 300 Preisrichter verteilten 296 Medaillen. So gab es zwar in diesem Jahr keine australischen Goldmedaillen, dafür eroberten die Chardonnays aus Down Under sechs Silberne.
Darunter ein Wein von einer Winery von der Mornington Peninsula in Viktoria. Dieses Weingut beobachten wir seit einiger Zeit besonders, denn die Weine, die wir testeten machen uns grossen Spass.
Die Red Hill Winery aus Victoria erzielte in diesem schwierigen internationalen contest mit Silber ein grossartiges Ergebnis –
congratulations an das ganze Team.
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We have just got news that the Red Hill Estate Chardonnay 2008 has won a Silver Medal at the recent Chardonnay du Monde 2010.
The 17th annual Chardonnay du Monde international wine competition was held between March 10-13th 2010 at Château des Ravatys, the wine estate of the Pasteur Institute at Saint-Lager in the Burgundy wine region (France). A serious place to hold these contests, very prestigious for all wines from France but all other worldwide competitors too.
Chardonnay du Monde is the strongest concentration of chardonnay wine ever realized with 37 countries and 887 wines entered. Chardonnay du Monde occupies a special place amongst international competitions thanks to its worldwide scope and its rigorous method. Strict quality standards and optimal tasting conditions enabled the 300 expert international judges to award a total of 296 medals this year.
There were only 6 wineries from Australia that were awarded Silver Medals, and no Gold Medals were given to Australian Chardonnays. The Mornington Peninsula producer Red Hill managed to score a silver medal in this very tough contest.
Red Hill Estate winemaker Luke Curry notes: “This is a great global recognition of our pursuit for consistency in the Red Hill Estate wines. This wine has been amongst the medals on every occasion that we have entered this prestigious competition and certainly vindicates our decision to adopt an uncompromising approach to quality and maintenance of the cool climate style that we strive for.”
Well done Red Hill Estate Team – one of the top Australian Chardonnays in such an international context – this is great news for wine producers from Down Under.
Michael Brecht
Mehr australische Weine in deutschen Regalen
Die australischen Weinexporte nach Deutschland sind im vergangenen Jahr um mehr als 23% gestiegen, so die gerade veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes Deutschland. Soweit ist das die gute Nachricht.
Die Schlechte ist, dass dieses Wachstum sich lediglich auf die Literzahl an exportierten Weinen bezieht. Betrachten wir den monetären Effekt, so stiegen die australischen Weinexporte lediglich von 49 auf 50 Millionen Euro (2008 zu 2009), also gerade einmal um magere zwei Prozent.
Dieser sogenannte Einfuhrwert in Deutschland belegt, dass die Australier sich im wesentlichen auf die Ausfuhr ‘billiger’ Restbestände konzentrieren.
Ein Umstand, welcher leider zum derzeitigen Image australischer Weine in Deutschland beiträgt: Billigfusel in den Regalen der Supermärkte, so schrieb ich ja bereits im Sommer des letzten Jahres.
Australien liegt in der Gesamtstatistik in Deutschland auf Rang 7 – hinter den USA.
Größter Lieferant der sogennanten ‘Neue Welt’ Weine war in 2009 Südafrika mit 71 Millionen Litern (+ 4,4% gegenüber 2008) für 71 Millionen Euro, gefolgt von Chile mit 52 Millionen Litern (– 6,1%) im Wert von 59 Millionen Euro und den Vereinigten Staaten mit 45 Millionen Litern (+ 1,9%) für 56 Millionen Euro.
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The volume of Australian wine exports into Germany increased by 23% in 2009 on 2008 while the value of wine exports only grew by a mere 2%. Ranked number 7 as wine exporter into the largest European economy, Australian wines have therefore continued to ship cheap wines into the country.
Compared to other ‘New World’ producers, Australia ranks fourth, behind South Africa, Chile and the US.
So there is good news: at least the wine producers Down Under were able to beat the Kiwis from across the Tasman.
Michael Brecht
Wir schreiben 2010 – das Jahr des australischen Chardonnays
In jedem Jahr gibt es aus australischer Sicht eine Traube, die besondere Aufmerksamkeit bei den lokalen und internationalen Weinshows erfährt. So jüngst geschehen bei der Macquarie Group Sydney Royal Show, die gerade in Sydney zu Ende gegangen ist.
Hier war die absolute Top-Traube die Chardonnay Traube. Ja Sie haben richtig gelesen, Chardonnay. Jenes Gewächs, dass vor wenigen Jahren noch einzig für die alkoholreichen, opulenten Weine aus den heissen Gegenden wie etwa dem Margaret River bekannt war, wurde jüngst bei der Sydney Royal als Top-Traube geehrt.
Woran liegt es denn tatsächlich? Die australischen Winzer haben es verstanden, sowohl in den heissen, als auch in den ‘cool climate’ Gegenden Chardonnay Trauben anzubauen, die in ihrer Vielfalt den Weintester von heute begeistern können.
Egal aus welcher Region: ob Tasmanien, Viktoria, South Australia, Western Australia oder NSW, jede Region Australiens bringt heute interessante Chardonnays hervor. Und so erstaunt es nicht, dass bei der Royal in Sydney sowohl kleinere, als auch grössere Winzer mit Chardonnays Top-Ergebnisse erzielten. Mit insgesamt 122 Goldmedaillen verteilt auf 77 verschiedene Winzer ist die Breite an Qualität in Down Under durchaus beachtlich.
Auch die englische Weinkritikerin Jancis Robinson schrieb vor wenigen Tagen in einem Beitrag “Hooray for Australian Chardonnay”! Sie testete 50 Chardonnays auf der Londoner ‘Wine Australia World Class’ – 40 dieser Chardonnays stammten aus Australien, 10 waren nicht aus Down Under.
Sie vergab die vier Top-Plätze an australische Chardonnays mit dem Kommentar: ‘a fascinating experience’. Wer Jancis Robinson kennt, der weiss sehr wohl, dass das ein echtes Lob bedeutet. Die vier Chardonnays kamen aus allen Teilen Australiens: der Mornington Peninsula, dem Margaret River und South Australia.
Der australische Chardonnay hat als Wein tatsächlich eine unglaubliche Entwicklung hinter sich. Zu seinem besten, so unsere englische Kollegin, denn die traditionellen australischen Marken seien in einer besseren Qualität erhältlich, als je zuvor.
Da können wir uns nur anschliessen.
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Looking at the results of the Macquarie Group Sydney Royal Wine Show there is a standout wine grape making the news: Australian chardonnay. The stand-out variety was the 2008 Chardonnay from around the country – Tasmania, Victoria, South Australia, Western Australia or NSW – every region in the southern states really performed well.
Australian Chardonnay’s top form at Sydney was also confirmed by noted wine writer, Jancis Robinson MW , in a recent article she wrote titled “Hooray for Australian Chardonnay”. Jancis participated in a blind tasting of 50 Chardonnays – 40 Australian, 10 non-Australian, at Wine Australia’s World Class trade day in London in February. In what she described as “a fascinating exercise”, her top four honours overall went to Australian wines, including one from Margaret River and another from Mornington Peninsula and South Australia.
Michael Brecht
Fat Tree – der frische Semillon Sauvignon Blanc für den jungen Weintrinker
Kaum wird es wärmer in Deutschland, schon landen auf meinem Tisch diverse Weisse aus den unterschiedlichsten Gegenden Australiens.
Mein Blick fällt sofort auf ein junges, frisches Etikett namens ‘Fat Tree’. Eine Schaukel ziert den ‘dicken Baum’, der Schriftzug ist definitif für den jugendlichen Weintrinker gemacht. Womit ganz klar bewiesen wäre, dass das Auge gehörig bei der Auswahl der Flasche mithilft, denn ich fühle mich heute, nach überstandenem Winter, frühlingshaft jung.
Ich öffne den Schraubverschluss des Semillon Sauvignon Blanc, auch das war zu erwarten, denn die jüngeren Weintrinker in Australien haben längst den Umschwung vom antiquierten Korken hin zu dieser fortschrittlichen Verschlussart vollzogen.
Seinen Ursprung hat dieser Wein zu 54% aus den Central Ranges, zu einem Drittel aus dem Hunter Valley und zu 13% aus dem Murray Darling – allesamt also NSW Weinregionen mit unterschiedlichen Wärmegraden, eine gesunde Mischung.
Der Wein ist mit 11% angenehm gering alkoholisiert, seine Farbe blassgrün und seine Aromen lassen auf frische Grapefruit und Zitrusfrüchte schliessen. Ich bin ein grosser Freund von Semillon Sauvignon Blancs – für mich ist das der typische australische Wein für warme Temperaturen und nach so vielen Wochen in Eis und Schnee macht dieser Fat Tree einfach Lust auf Sommer, Sonne und mehr.
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My tasting today is a Fat Tree 2008 Semillon Sauvignon Blanc, a nice quoffa for a summer evening. 80% Semillon and 20% Sauvignon Blanc, this wine shows a pale gree colour, grapefruit and citrus peel with lovely lifted grass and passionfruit aromas. I taste lemon and tropical fruit with a balanced crisp clean acidity, what a great way to enjoy the warmth of a March day full of sunshine here in Munich.
Closure is a screwcap, this wine appeals to the young wine drinker and for sure these have made the switch from cork to screwcap without any regrets. Fat Tree – a great brand and nice quoffa for the young wine drinker and the old.
Michael Brecht
Cool Climate Chardonnay in erster Reihe bei James Halliday
Wir vertreten ja seit geraumer Zeit die Auffassung, dass die einst über-opulenten Chardonnays aus den sehr warmen Gegenden Australiens, wie etwa dem Margaret River, inzwischen stärkste Konkurrenz durch die cool climate Chardonnays erhalten haben.
Jüngstes Beispiel hierfür ist der 2008 Cuttaway Hill Estate Chardonnay, der Anfang dieser Woche von niemand anderem als James Halliday mit 93 Punkten ausgezeichnet wurde. Das ist ein absoluter Spitzenwert für einen cool climate Weissen, zumal James durchaus die vollen Chardonnays schätzt.
Unseren Glückwunsch an das Team von Mark Bourne, die mit ihrem 2008er Chardonnay einen ausgezeichneten Wein geschaffen haben.
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One of Australia’s prominent wine reviewers, James Halliday, has just reviewed the 2008 Cuttaway Hill Chardonnay on his Australian Wine Companion Website.
The wine shows a bright colour; the bouquet is starting to build some bottle-developed complexity, the palate bringing grapefruit and white peach flavours to the fore, oak merely a whisper. The alcohol level of this wine is moderate with 13%. Drink now or in the next five years.
Ihr Michael Brecht
Two Hands, two wines, two opinions
Heute morgen erreichte uns dieser Kurzbericht von Helene aus Adelaide. Sie testete Weine der Two Hands Winery, einem der Top-Namen aus South Australia mit schweren Shiraz Weinen aus dem Barossa Valley und McLaren Vale.
Erklärtes Ziel der beiden Gründer von Two Hands ist es seit 1999, die besten Shiraz Weine des Landes hervorzubringen. Unter Sammlern sind die vollen Roten so beliebt, weil sie gut mehr als 10-15 Jahre in den Kellern lagern können und erst dann ihre volle Klasse zeigen.
Hier also der Bericht von Helene:
Über Geschmack kann man sich bekanntermaßen schlecht streiten. Glücklicherweise sind die Shiraz der Winery Two Hands aus dem Barossa Valley ausgesprochen vielfältig. Meine Mitbewohnerin mag den etwas weicheren Angels’ Share, dessen Trauben eigentlich aus dem McLaren Vale stammen. Mir persönlich gefällt der Gnarly Dudes besser, gerade weil er so schön pfefferig ist. Dabei sind die 15% Alkohol beindruckend gut ausbalanciert.
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How good that Shiraz’ of the Winery Two Hands in the Barossa Valley cater for many different palates.
My flat mate prefers the rather smooth Angels’ Share Shiraz derived from McLaren Vale grapes, while I am a big fan of the more peppery Gnarly Dudes. Its 15% alcohol are certainly a lot, however they are extraordinarily well balanced.
Helene Luckner
My Drink Today is …
The series about ‘my drink today‘ has started well, we received many requests for entry and were also asked frequently what we are actually drinking ourselves on the night.
This is the reason why I am posting my own photo with a great drink today. My wine today is a 2008 Sorrenberg Gamay from Beechworth – a fantastic drop with only a handful of bottles made every year. This style of Gamay is a combination of Burgundian and Beaujolais techniques and what I really like about it is that 10% Pinot Noir are used in the blend.
I bought the wine in Orange at Union Bank, a wonderful wine shop with an amazing variety of wines from all regions across Australia.
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Ich selbst trinke heute abend einen Sorrenberg Gamay aus dem Jahr 2008, gekauft habe ich die Flasche bei meinem Besuch in Orange letzte Woche. Seine Farbe ist eine Mischung aus Magenta und sehr dunklem Violet, seine Nase verspricht Kirsche und dunkle Beeren und seine wunderbare Struktur umschmeichelt meine Geschmacksknospen. Ein sehr runder Wein auch wenn 1-2 Jahre im Keller ihn noch verbessern werden. Zu schade, diese Flasche wird das nicht mehr erleben.
Ihr Michael Brecht









